Bedeutung der Hundesprache
(Beschwichtigungssignale, Drohgebärden und andere)
>>> Beschwichtigungssignale
Sie dienen als vorbeugende Maßnahme um Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen. Sie sollen Bedrohungen oder Probleme vermeiden, Stress, Unruhe, Nervosität, laute Geräusche oder andere unangenehme Dinge "beschwichtigen". Diese Signale können auch zur eigenen Beruhigung des Hundes dienen. Wenn der Hund z.B. an der Tür aufgeregt umherläuft und sich total auf den bevorstehenden Spaziergang freut, wird er oftmals gähnen um den Stress zu mildern.
Hunde sind Rudeltiere deren Sozialverhalten zu einem großen Teil durch Konfliktvermeidung bestimmt ist. Hunde die während ihres Aufwachsens normale Möglichkeiten hatten, ihre Sprache im Zusammensein mit anderen Hunden zu entwickeln, werden in der Regel sozialverträgliche Tiere mit der Fähigkeit Konflikte zu lösen. Haben Hunde einen Teil dieses Kommunikationssystems verloren, kommt das oft dadurch, weil diese Signale von Menschen nicht richtig erkannt wurden, ja sogar bestraft wurden, als sie zu "beschwichtigten" versuchten. So wagen sie es nicht mehr, diese Signale weiterhin einzusetzen.
Bekannt sind etwa 28 bis 29. Manche Signale davon sind doppelt belegt, das heißt, dass sie in manchen Situationen einem anderen Zweck als der Beschwichtigung dienen. Es kann aber auch durchaus vorkommen, dass sie an ihrem Hund ein weiteres, hier nicht aufgeführtes Signal zum beschwichtigen beobachten.
Am Boden schnüffeln
Alle Hunde schnüffeln oft auf dem Boden. Oft schnüffeln sie, um Gerüche zu studieren und weil sie es lieben, "Zeitung zu lesen". Aber Schnüffeln ist tatsächlich auch ein häufig gebrauchtes Beschwichtigungssignal. Diese Art Schnüffeln kann ein Entlangführen der Nase über den Erdboden sein, ohne dass die Nase ihn berührt. Es kann auch eine Berührung des Bodens mit anschließendem Hochnehmen sein. In manchen Fällen ist es ein ausgiebiges Schnüffeln auf einer Stelle und in anderen Fällen werden Sie sehen, dass die Nase den Boden beschnuppert, während die Augen das verfolgen, was im Umkreis geschieht und was der Hund zu beschwichtigen versucht. Sie sollten einfach das Schnüffeln in der Gesamtheit betrachten um herauszufinden, um was es eigentlich wirklich geht. Manchmal bleibt uns nichts anderes übrig als zu raten. Wenn sie Ihrem Hund das Herankommen befehlen, wird er ab und zu darauf reagieren, indem er auf dem Boden schnüffelt. Er tut es nicht. weil er sich dominant fühlt, die Führung übernehmen will und deshalb den Gehorsam verweigert, sondern weil er eine Irritation in Ihrer Stimme hört oder weil Sie eine drohende Haltung einnehmen.
Augenlider senken, Zwinkern
Manchmal wendet der Hund den Kopf gar nicht oder nur minimal ab, sondern lässt statt dessen nur die Augen von einer Seite zur anderen wandern und zieht es vor stocksteif zu sein. Das wird z.B. sein, wenn Sie den Hund umschlungen halten und ihm so die Möglichkeit nehmen, den Kopf wegzudrehen. Manchmal lässt er nicht nur seine Augen gleiten, sondern er blinzelt auch noch recht hastig. In anderen Fällen wird er die Augen nur auf- u. zumachen und sie nicht nach links und rechts rollen. Auch dieses Signal können Sie selbst anwenden, wenn ihnen die Möglichkeit fehlt, den Kopf zu wenden wie z.B. wenn der angriffsbereite Hund bereits vor ihnen steht. Der Gebrauch der Augen kann auch darin bestehen, "den Blick zu verkürzen". Das bedeutet, nicht zu starren, sondern die Augenlider zu senken und dadurch den Blick weicher zu machen.
Dazwischengehen
Sich körperlich zwischen Hunde oder Menschen zu drängen soll verhindern, dass allzu große Nähe in einem Konflikt endet. Ein Gedrängel zwischen Hunden aufzulösen, die nicht zum eigenen Rudel gehören ist besonders wichtig, aber auch innerhalb des Rudels kann dieses Gedrängel ein Anzeichen für einen möglichen Konflikt sein. Viele Leute missverstehen dieses Dazwischengehen des Hundes und glauben, es habe etwas mit Eifersucht zu tun. Aber das ist höchst unwahrscheinlich. Wenn zwei Hunde spielerisch miteinander raufen und es etwas zu grob wird, kann ein dritter Hund dazwischengehen und sie trennen, indem er sich von hinten oder von der Seite nähert. Auch wir können splitten (dazwischengehen). Wenn zwei Hunde beginnen angespannt aufeinander zu reagieren, stellen sie sich einfach dazwischen, falls Platz ist. Bellt Ihr Hund etwas oder jemanden an, stellen Sie sich vor Ihren Hund und damit zwischen ihn und das angebellte Objekt.
Erstarren
Bestimmt haben sie schon mal beobachtet, das ihr Hund manchmal in stehender, sitzender oder liegender Haltung erstarrt ("einfriert") und sich vollkommen passiv verhält um sein Gegenüber zu beschwichtigen. Zwei Rüden, die sich treffen, werden sich sehr vorsichtig und abwartend verhalten, um keinen Konflikt heraufzubeschwören. Sie werden sich oftmals langsam bewegen und plötzlich in eingefrorener Stellung verharren, bis sich einer von ihnen langsam entfernt. Wenn Sie Ihrem Hund voller Zorn oder Aggression ein Kommando geben, werden sie nicht selten sehen, dass der Hund wie festgefroren in seiner Position erstarrt und so aussieht als hätte er überhaupt nichts gehört. Auch Sie können dieses Signal einsetzen indem sie stocksteif stehen und blinzeln, dann Kopf abwenden und sich langsam entfernen.
Gähnen
Dieses Signal finden viele Leute meist amüsant, sodass es immer eine Menge Kommentare oder Erklärungen dazu gibt. Wir Menschen gähnen viel, wenn wir müde oder gestresst sind oder uns in einer bestimmten Situation befinden. Das tun Hunde auch, aber Hunde gähnen viel öfter zur Beschwichtigung als vor Müdigkeit. Sie werden beobachten können, dass Ihr Hund gähnt, wenn er aufgeregt ist, z.B. im Wartezimmer beim Tierarzt. Aber auch in Situationen, in denen Sie mit Ihren Kindern schimpfen, Ehepartner streiten oder auf andere Art Lärm oder Spannungen verursachen. Vergessen Sie nicht, dass für den Konfliktlöser Hund jede sich anbahnende Auseinandersetzung etwas ist, das gestoppt werden muss! Gähnen ist etwas, dass Sie selbst effektiv einsetzen können, um Ihren Hund zu beschwichtigen. Ich habe festgestellt, es ist also auch eine Reaktion des Hundes zum Ab-reagieren, welches er bei seiner eigenen Anspannung in einer freudigen oder aufregenden Erwartungshaltung einsetzt.
Hinlegen
Wenn ein Hund sich auf den Rücken legt, mit Bauch und Beinen nach oben, kann dieses in einigen Fällen als Unterwerfung bezeichnet werden. Hierbei gibt es aber auch einige Missverständnisse. Legt er sich auf den Bauch, die Beine am Boden, so hat dieses nichts mit Unterwerfung zu tun. Vielmehr ist es eines der stärksten Beschwichtigungssignale, die es gibt. Oftmals wird ein ranghoher Hund sich hinlegen und still liegen bleiben, um Ruhe und Ordnung in ein Hunderudel zu bringen. Ihr Hund wird dieses Signal zum Beispiel einsetzen, wenn das Spiel um ihn herum zu wild wird. Ein erwachsener Hund legt sich hin, um einen anderen, unsicheren Hund zu beruhigen. Die Wirkung des Hinlegens ist stark, und deshalb auch für Sie eines der besten und effektivsten Mittel ihren Hund zu beschwichtigen. Legen Sie sich auf das Sofa, schauen Sie fern, lesen Sie ein Buch – Sie werden keine bessere Methode finden um einen Hund zur Ruhe zu bringen.
Hinsetzen
Manchmal setzt sich der Hund einfach normal hin. Manchmal aber wendet er einem den Rücken zu, bevor er sich setzt, da es einen größeren Beschwichtigungs-Effekt hat. Sie können dieses Signal leicht selbst anwenden. Ist Ihr Hund oder der Hund eines anderen unsicher, gestresst, quengelig oder unruhig, denn setzen Sie sich hin und entspannen Sie sich. Lesen Sie Zeitung, schauen Sie Fernsehen oder sitzen sie einfach nur rum. Das hat einen unglaublich beschwichtigenden Effekt. Der Hund hat dadurch die Möglichkeit ebenfalls zu entspannen. Oftmals kommt er dann an und beschnüffelt die Angelegenheit in Ruhe.
Ignorieren
Ein großer Hund trifft auf seinem Weg einen anderen großen Rüden und schlug einen Bogen, während er gleichzeitig so tat, als wäre der andere gar nicht da. In solchen Situationen sind Hunde Meister darin, einander völlig zu ignorieren. Auch dieses Verhalten kann man als Beschwichtigungssignal bezeichnen. Es hat einen hohen beschwichtigenden Effekt.
Im Bogen gehen
Hunde gehen normalerweise nicht direkt aufeinander zu. Sie tun es vielleicht, wenn sie sich gut kennen, oder wenn sie sich aus anderem Grund voll vertrauen. Manchmal senden sie einander so viele beschwichtigende Signale, dass sie es riskieren, geradewegs auf den anderen zuzugehen. Aber meistens ändern sie die Richtung ein bisschen oder auch ganz deutlich. Das ist der Grund, warum die meisten Hunde so unsicher und verteidigungsbereit sind, wenn wir sie zwingen, geradewegs an einem anderen Hund vorbeizugehen. Wir können den Hunden beibringen direkt aufeinander zuzugehen, aber dieses geht nur über ein dementsprechendes Training. Sie können selbst ebenfalls einen Bogen schlagen, wenn sie einem Hund begegnen. Könnte der Hund frei entscheiden, würde er evtl. beim Spazierengehen sogar auf die andere Körperseite wechseln um beschwichtigen zu können. Auch bei uns Menschen gibt es deshalb nicht von ungefähr das Sprichwort: "Da mache ich lieber einen großen Bogen drum!".
Kopfabwenden
Der Hund dreht den Kopf erst zur einen, dann zur anderen Seite, oder wendet den Kopf für eine längere Zeit ganz ab. Manchmal ist die Bewegung kaum erkennbar, manchmal aber dreht er den Kopf beinahe übertrieben deutlich weg. Ihr Hund wird dieses Kopfabwenden einsetzen, wenn ein anderer Hund etwas zu schnell oder zu direkt auf ihn zukommt. Ihr Hund könnte auch den Kopf zur Seite drehen, wenn Sie sich über ihn beugen, umarmen, hochheben oder Sie ihm auf seine Ihnen abgewandte Körperseite klopfen. Vielleicht steht er still, wendet aber den Kopf ab, das reicht schon um Ihnen zu sagen, dass er sich in der jetzigen Situation gerade unwohl fühlt. Sie können dieses Signal auch selbst einsetzen falls ein Hund sich unsicher verhält oder Beschwichtigungssignale aussendet während Sie auf ihn zugehen, wenden Sie ihren Kopf ab.
Lächeln
Das sogenannte "Lächeln" benutzen manche Hunde zur freundlichen Kontaktaufnahme, während andere es deutlich als Beschwichtigungssignal einsetzen. Dabei hat der Hund das Maul geöffnet, so als wenn er hecheln würde, wobei die Zunge dabei nicht aus dem Maul hängt.
Langsame Bewegungen
Schnelle Bewegungen wirken bedrohlich, langsame Bewegungen haben einen beschwichtigenden Effekt. Manchmal reduziert Ihr Hund sein Tempo nur ein wenig, ein anderes mal bremst er so stark ab, dass fast keine Bewegung mehr zu erkennen ist. Achten Sie einmal darauf, wenn Sie das nächste mal mit lhrem Hund unterwegs sind und er plötzlich beginnt, sein Tempo zu drosseln. Anstatt ihn auszuschimpfen oder zu sich zu ziehen, sollten Sie Ausschau halten - kommt Ihnen da etwas entgegen von dem der .Hund meint, es beschwichtigen zu müssen? Ihr Hund wendet langsame Bewegungen in vielen Situationen an über die Sie nicht einmal nachdenken. Wenn Sie ihren Hund rufen und Ihre Stimme aggressiv und gereizt k1ingt, wird er in den meisten Fällen sofort das Tempo verlangsamen, um zu Ihnen zurück zu kommen. Die streng befehlende Stimme wird sehr oft zur Folge haben, dass das gegebene Kommando nur im langsamen Tempo ausgeführt wird. Wenn mehrere Hunde zusammenkommen und einige von ihnen sehr aufgedreht sind, werden sie in der Regel beobachten können, dass mindestens ein Hund davon versucht, diese "Hektik" zu mildern. Vielleicht verharrt er sogar ganz still, um die anderen zu beruhigen (/beschwichtigen).
Markieren
Manchmal geschieht es aus reinem Stress, genau wie manche Menschen ständig auf Toilette müssen, wenn sie unter Stress stehen. In anderen Fällen wiederum benutzen Hunde das "Markieren" zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. So wie wir z.B. gern mit anderen eine Tasse Kaffee trinken, so pinkeln die Hunde gern in Gesellschaft. Bei einer ganzen Gruppe von Hunden können sie manchmal beobachten, wie die ganze Gruppe nacheinander mehr oder weniger auf die gleiche Stelle pinkelt, wobei es in diesem Fall ganz zufällig ist, wer zuerst pinkelt und wer zuletzt.
Nase lecken
Der Hund leckt sich das Maul mit einer raschen Zungenbewegung, oft hinauf bis zur Nase. Das Lecken geschieht oft so schnell, dass man es fast nicht bemerkt. Ein Hund macht das oft, wenn er einem anderen Hund begegnet. Oder aber auch, wenn Sie sich zum Beispiel über ihren Hund, beugen, um nach ihm zu greifen, ihn mit ärgerlicher Stimme ansprechen oder etwa festhalten.
Pfote heben
Die Pfote heben ist ein Beschwichtigungssignal, dass sie hin und wieder beobachten können, z.B.: Sie verlangen ihrem Hund ein bestimmtes Verhalten ab, welches in ihm Unwohlsein auslöst. Während sie auf ihn einreden, schaut er dabei gern zur Seite und hebt mal die eine, mal die andere Pfote, bis diese Situation vorbei ist. Er versucht damit zu beschwichtigen und sich mehr oder weniger dieser Situation zu entziehen.
Schwanzwedeln
Wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt muss das nicht immer bedeuten, dass er sich freut. Tritt dieses Wedeln zusammen mit Signalen des Ausdrucksverhaltens auf die etwas anderes sagen, versucht der Hund zu beschwichtigen. Beispielsweise er kommt in abgesenkter Stellung auf Sie zu, senkt den Blick dabei und wedelt vorsichtig mit dem Schwanz, so beschwichtigt er eindeutig. In vielen Situationen könnte man sagen, dass das Wedeln gewissermaßen die "weiße Fahne" ist. Also eine Bitte um Verschonung. Dieses wäre dann wieder ein Beschwichtigungssignal.
Sich abwenden (Kopf, Seite oder Rücken)
Jemandem die Flanke oder das Hinterteil zuzudrehen ist ein stark beschwichtigendes Signal. Dieses Signal zeigen Hunde oft, wenn jemand plötzlich auftaucht oder zu schnell auf sie zugeht. Wenn sich erwachsene Hunde von Welpen und Junghunden zu sehr geplagt fühlen, wenden sie sich in den meisten Fällen ab. Sie selbst können dieses Signal anwenden, wenn sich ein Hund von Ihnen bedroht fühlt und bereits aggressiv ist, indem Sie sich wegdrehen. Auch wenn Sie ein Hund vor Freude anspringt, drehen Sie ihm den Rücken zu. Vergessen Sie aber nicht ihn dann anschließend zu begrüßen und zu loben, wenn er ihre Beschwichtigung verstanden hat und Sie nicht mehr springt.
Tiefstellung des Vorderkörpers "Spielhaltung"
Wenn der Oberkörper und die Vorderläufe gesenkt werden zur sogenannten Vorderkörpertiefstellung, handelt es sich in vielen Fällen um eine Einladung zum Spiel, deshalb wird diese Haltung auch als "Spielhaltung" bezeichnet. Der Hund wird sich dann oftmals leicht hin und her bewegen, evtl. bellen und ansonsten auch insgesamt fröhlich und auffordernd wirken. Andere Male werden sie vielleicht beobachten, dass er den Oberkörper senkt und in dieser Haltung einen Moment verharrt oder dass er eventuell vorne runtergeht, gleich wieder hochkommt und vielleicht noch andere Beschwichtigungssignale zeigt. Auch ein zu wildes Spiel kann durch dieses Signal beschwichtigt werden, in dem der Hund diese Tiefstellung einnimmt und dabei aber verharrt. Manchmal kann man beobachten, dass erwachsene Hunde die Vorderkörpertiefstellung gegenüber ängstlichen Welpen anwenden. Sie wollen in diesem Moment wahrscheinlich gar nicht unbedingt spielen, aber diese Haltung hat einen beruhigenden Effekt und wird deshalb in diesem Moment auch als starkes Beschwichtigungssignal eingesetzt.
Übersprungshandlungen (Ersatzreaktionen)
Übersprungshandlungen könnte man auch beschreiben als "etwas ganz anderes tun". Hunde zeigen dieses Verhalten oft, ohne das uns bewusst ist warum oder was genau es bedeuten soll. Zum Beispiel läuft ein Hund auf einen Menschen zu um ihn zu begrüßen, dieser Mensch bleibt aber stehen und schwenkt seine Arme abwehrend durch die Luft. Das wurde dem Hund unheimlich, er zeigte eine sog. "Ersatzreaktion", indem er sich ein Stöckchen suchte und damit umherlief, wobei er versuchte, diesen Menschen zu ignorieren. Auch wenn ein Hund in angespannter Situationen plötzlich mit Vorderkörpertiefstellung, Urinieren, Abdrehen mit Schnüffeln oder Ähnlichem reagiert, dann handelt es sich hier auch wieder um ein Beschwichtigungssignal, welches man in diesem Fall als "Übersprungshandlung" oder "Ersatzreaktion" bezeichnet.
weitere Signale, die man in Einzelfällen am Hund beobachten kann:
Schmatzen mit den Lippen - Gesicht glätten (sog. Welpengesicht) - Sich als erwachsener Hund kindisch ("welpentypisch") benehmen, o.ä.
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>>> Drohgebärden
Zur Sprache des Hundes gehören außerdem Drohgebärden, die auch als "distanzfordernde Signale" bezeichnet werden.
Dazu gehört: Zähnefletschen - Scheinangriff - Schnappen - Knurren - Bellen
Sie sollen das Unbehagen auslösende Element auf Abstand zu halten oder es vertreiben. Was Hunde an uns Menschen bedrohlich finden, ist z.B. zorniges, aggressives Verhalten, oder dass wir direkt auf sie zugehen und uns über sie beugen, sie anstarren, festhalten oder ähnliches... Ein Hund wird in der Regel meist als erstes versuchen die nahende Bedrohung zu beschwichtigen, es sei denn, die Bedrohung kam plötzlich und unerwartet, z.B. ein Kind stolpert und fällt auf einen schlafenden Hund. Wenn wir in der Nähe eines Hundes sind, dann haben wir immer die Wahl uns drohend (= feindlich) zu verhalten, oder die Situation zu beschwichtigen und damit freundlich zu sein. Wir haben diese Wahlmöglichkeit jederzeit und wie immer wir uns entscheiden, es wird Auswirkungen auf unsere Beziehung zum Hund haben. Nehmen sie eine drohende Haltung ein, wird der Konfliktlöser Hund versuchen sie zu beschwichtigen. Gelingt ihm dieses nicht, wird er versuchen sie zu vertreiben